Digitale Fertigung & Innovation
Die industrielle Produktion steht weltweit vor einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Automatisierung und datengetriebene Verfahren verändern nicht nur die Art, wie Produkte entstehen, sondern auch, wie Wertschöpfungsketten organisiert sind. Für eine Region wie die Süderelbe, die auf eine vielfältige industrielle Basis mit starkem Mittelstand und international tätigen Unternehmen bauen kann, ist die digitale Fertigung ein Schlüsselthema. Hier entscheidet sich, ob die Betriebe im globalen Wettbewerb mithalten können – oder den Anschluss verlieren.
Die Süderelbe AG hat diese Entwicklung früh erkannt und Innovation als Querschnittsaufgabe definiert. Schon seit ihrer Gründung verfolgt sie das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern und zu stärken, indem sie Unternehmen bei Zukunftstechnologien unterstützt. Digitale Fertigung, also der Einsatz von Software, Sensorik, Robotik und KI in der Produktion, ist dabei ein zentrales Feld.
Ein wichtiger Hebel ist die Vernetzung. Kleine und mittlere Unternehmen stehen häufig vor der Herausforderung, dass ihnen die Ressourcen fehlen, um selbst eigene Innovationsabteilungen aufzubauen oder neue Technologien im großen Stil zu erproben.
3D-Druck aus dem Lastwagen
Die Süderelbe AG schafft dafür Plattformen, auf denen Betriebe Zugang zu Wissen, Partnern und Pilotprojekten erhalten. Damit wirkt sie wie ein Beschleuniger: Was einzeln kaum möglich wäre, kann im Verbund gelingen. Mit dem in einem Lkw installierten OpenLab Mobile wurde zudem ein praxisnahes Instrument geschaffen, um digitale Fertigung erlebbar zu machen. Diese Produktionswerkstatt auf Rädern bringt 3D-Druck-Anwendungen, Laserschneiden oder digitales Fräsen direkt in die Betriebe. Die Idee dahinter ist so einfach, wie wirkungsvoll: Statt dass Unternehmen große Investitionen tätigen müssen, können sie sich zunächst informieren, ausprobieren und eigene Anwendungsfelder identifizieren. Gerade für mittelständische Firmen senkt dieses Angebot die Schwelle, sich mit Zukunftstechnologien auseinanderzusetzen. Partner des Projekts sind das New Production Institute der Helmut-Schmidt-Universität und der Fab City Hamburg.
Eine Chance, gerade auch für junge Unternehmen
Durch 3D-Druck eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten: Bauteile können schneller, individueller und mit weniger Materialeinsatz hergestellt werden. Für Zulieferer in Branchen wie Luftfahrt oder Maschinenbau ist das ein entscheidender Vorteil. Gleichzeitig entstehen Chancen für junge Unternehmen, die innovative Lösungen entwickeln. Die Digitalisierung verändert nicht nur die Produktion, sondern auch die gesamte Wertschöpfungskette. Daten werden zum zentralen Rohstoff. Sie ermöglichen, Produktionsprozesse in Echtzeit zu steuern, Ausfälle vorherzusagen und Ressourcen effizienter einzusetzen. Digitale Fertigungstechnologien können dabei helfen, dass wieder direkt vor Ort produziert werden kann. Für die Region Süderelbe bedeutet das: Wer frühzeitig Kompetenzen aufbaut, verschafft sich einen Vorsprung.
Verknüpfung zum Umweltschutz
Die Süderelbe AG positioniert sich hier als Impulsgeberin, indem sie Veranstaltungen, Netzwerke und Projekte initiiert und vielleicht wird zukünftig auch wieder vermehrt lokal in der Metropolregion Hamburg produziert.
Die Möglichkeit, Transporte zu reduzieren, zeigt, dass auch die ökologische Dimension eng mit der digitalen Fertigung verknüpft ist. Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und CO2-Reduktion lassen sich nur mit modernen Technologien erreichen. Produktionsdaten zeigen, wo Energie eingespart oder Materialabfälle reduziert werden können. Damit verbindet die Süderelbe AG zwei zentrale Anliegen der Gegenwart: Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit.
Am Ende ist Innovation kein abstraktes Schlagwort, sondern ein ganz praktischer Prozess: aus Ideen Produkte machen, aus Herausforderungen Chancen formen. Die Süderelbe AG versteht sich dabei als Ermöglicherin – und als Partnerin für all jene, die den Weg in die digitale Zukunft gehen wollen.