
Dr. Annika Schröder leitet seit Anbeginn den foodactive e.V..
Ernährung
Die Ernährungswirtschaft gehört zu den traditionsreichsten und zugleich dynamischsten Branchen im Süden der Metropolregion Hamburg. Sie ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch ein Motor für Innovation und regionale Identität. Gerade in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Lieferkettenstabilität und gesunde Ernährung immer wichtiger werden, ist der Stellenwert der Branche kaum zu überschätzen.
Die Ernährungswirtschaft besitzt eine strategische Bedeutung für die Region. Bereits kurz nach Gründung der Süderelbe AG wurde das Thema aufgegriffen, zunächst in kleinen Projekten, die jedoch schnell Dynamik entwickelten. Die wachsende Zahl an Unternehmen, die sich im Lebensmittelbereich engagieren – von Produzenten über Logistik bis hin zu Dienstleistern – machte deutlich: Hier besteht ein enormes Potenzial für Zusammenarbeit, Innovation und Standortentwicklung.
Von 13 auf 160 Mitglieder
Ein Meilenstein war die Gründung des Netzwerks foodactive e.V. im Jahr 2013. Aus einer Initiative der Süderelbe AG heraus entstand unter der Leitung von Dr. Annika Schröder ein Verein, der der Branche eine stabile organisatorische Basis gab. Was mit nur 13 Gründungsmitgliedern begann, hat sich zu einem Netzwerk mit heute knapp 160 Mitgliedsunternehmen entwickelt und bildet damit das mitgliederstärkste Netzwerk der Ernährungswirtschaft in Deutschland. Diese Entwicklung ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie aus einer Idee, gezielt unterstützt durch die Süderelbe AG, ein langfristiges Cluster entsteht.
Die Erfolgsgeschichte von foodactive zeigt auch, wie wichtig engagierte Personen und schlanke Strukturen sein können. Mit nur sehr wenigen hauptamtlichen Kräften – lange Zeit kaum mehr als zwei Vollzeitstellen – wurde eine bemerkenswerte Breitenwirkung erzielt. Entscheidend war dabei die Mischung aus familiärer Atmosphäre, klarem Branchenfokus und konkreten Angeboten. Die Unternehmen fanden im Netzwerk nicht nur eine Plattform zum Austausch, sondern auch sehr handfeste Unterstützung: Workshops, Arbeitskreise, Veranstaltungen und Beratungen zu Themen wie Lebensmittelsicherheit, Logistik oder Marketing.
Die Rolle des „Enablers“
Die Süderelbe AG hat dabei stets eine Rolle als „Enabler“ (dt. Ermöglicher) übernommen: Sie schuf den organisatorischen und finanziellen Rahmen, brachte Partner zusammen und half, Fördermittel einzuwerben. So konnten Projekte umgesetzt werden, die einzelne Unternehmen nicht hätten stemmen können. Für die Region heißt das: Ein verstreuter Branchenzweig entwickelte sich zu einem Cluster, das heute weit über die Süderelbe hinausstrahlt.
Ein zweiter entscheidender Schritt erfolgte 2024, als das Food Cluster Hamburg offiziell gegründet wurde, dessen Trägerverein der foodactive e.V. ist. Über viele Jahre hinweg hatte die Region den Aufbau vorangetrieben, die Grundlagen geschaffen und das Vertrauen der Unternehmen gewonnen. Mit der neuen Struktur erhielt die Ernährungswirtschaft eine noch größere Sichtbarkeit und eine stabile Einbindung in die überregionale Clusterpolitik. Für die Süderelbe-Region bedeutet das: Sie bleibt die Keimzelle des Clusters und ist fest im neuen Gefüge verankert. Und ganz nebenbei ist das Food Cluster auch das erste der acht Hamburger Cluster, das südlich der Elbe angesiedelt ist.
Bodenständigkeit trifft Zukunft
Für die Region Süderelbe ist die Ernährungswirtschaft längst mehr als nur ein wirtschaftlicher Faktor. Sie schafft Arbeitsplätze, sichert Wertschöpfung und ist ein Identifikationspunkt für viele Menschen. Zudem verbindet sie Bodenständigkeit mit Zukunftsthemen: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, neue Konsumtrends. Gerade diese Mischung macht die Branche zu einem idealen Feld für Innovationen, die auch international Aufmerksamkeit finden.
Die Süderelbe AG hat maßgeblich dazu beigetragen, diese Entwicklung zu ermöglichen. Von der ersten Idee über die Vereinsgründung bis hin zur Integration in die Hamburger Clusterlandschaft – immer wieder war sie Impulsgeberin, Moderatorin und Begleiterin. Die Botschaft ist klar: Wer die Ernährungswirtschaft stärkt, stärkt die Region. Und wer die Region stärken will, kommt am Thema Ernährung nicht vorbei.

