Mitmachen statt Zuschauen
Der Standort Buxtehude punktet mit Branchenvielfalt, dem geplanten Innovationszentrum ITN und einem starken Netzwerk. Wirtschaftsförderin Kerstin Maack erklärt, warum Mitmachen entscheidend ist.
Buxtehude hat sich in den vergangenen Jahren zu einem stabilen Wirtschaftsstandort entwickelt. Global Player wie Airbus, Implantcast, NSB Group und Unilever gehören ebenso dazu wie zahlreiche mittelständische Betriebe, beispielsweise Pontacol oder die Crane Payment Innovations. Dieser Branchenmix aus Produktion, Handwerk, Handel und Dienstleistung verschafft der Stadt eine solide Basis. „Wir haben eine breite Aufstellung – vom Weltkonzern bis zum Familienunternehmen“, sagt Kerstin Maack, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung.
Hochschule als Entwicklungsmotor
Mit dem geplanten Neubau des Hochschulzentrums für Innovative Technologien zur nachhaltigen Entwicklung (ITN), das 2028 an der Hochschule21 eröffnet werden soll, möchte die Stadt gemeinsam mit der hs21, dem Regionalmanagement der Süderelbe AG und weiteren namhaften Partnern aus der Region ein neues Kapitel aufschlagen. Eine Förderung aus dem EU-kofinanzierten Förderprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ ist beantragt und der Landkreis Stade und die Hansestadt Buxtehude haben entsprechende Kofinanzierungen bereits zugesagt. Der Ansatz des ITN zielt darauf ab, technologische Entwicklungen zu den Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im anwendungsorientierten Hochschulumfeld zu bündeln, neue Entwicklungen voranzutreiben und damit Impulsgeber für innovative wirtschaftliche Entwicklungen der Region zu sein. Gründer, Start-ups und etablierte Firmen sollen dort zusammenkommen, um an nachhaltigen und technologischen Lösungen zu arbeiten. Hierzu zählen die Themenkreise der nachhaltigen Bau- und Gebäudetechnik, der ressourcenschonenden Produktion in Industrie und Landwirtschaft genauso wie die klimaschonende und klimaangepasste Entwicklung städtebaulicher Lösungen für Kommunen. „Das ITN wird ein Motor für Innovation, aber auch ein Symbol für Zusammenarbeit“, so Maack.
Netzwerken ist kein Selbstläufer
Doch ein erfolgreicher Standort entsteht nicht allein durch Flächen und Gebäude. Entscheidend ist für Maack der Zusammenhalt in der Region. „Wir müssen stärker am Gemeinschaftsgefühl arbeiten und einer steigenden Beteiligungsmüdigkeit entgegenwirken“, betont sie. Das gelte analog auch für die Aktionärsgemeinschaft: „Es geht darum, das Profil der Gesellschaft zu schärfen. Jeder sollte sich fragen: Welchen Beitrag kann ich leisten?“
Maack versteht dies als Einladung, Verantwortung zu übernehmen. „Ein Netzwerk ist kein Dienstleister, sondern ein Angebot. Es öffnet Türen – hindurchgehen muss man selbst. So richtig beginnt es erst, wenn man aktiv wird.“
Partner auf Augenhöhe
Die Wirtschaftsförderung versteht Maack als aktiven Partner der Unternehmen. „Firmen, die sich in Buxtehude ansiedeln, begleiten mein Team und ich langfristig. Wir hören zu, suchen gemeinsam Lösungen und bleiben verlässlich an ihrer Seite.“ Man verfüge aktuell auch noch über ausreichend qualitativ hochwertige Gewerbeflächen. „Unser Anspruch ist, dass wir für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter nicht nur Firmensitz werden, sondern auch Heimat.“
In dieser Haltung sieht Maack eine klare Parallele zur Süderelbe AG: Beide schaffen Rahmenbedingungen, bündeln Kräfte, setzen Impulse. Themen wie Fachkräftesicherung, Mobilität oder Nachhaltigkeit können so gemeinsam angegangen werden – mit Blick weit über die Stadtgrenzen hinaus. „Die Süderelbe bringt Menschen und Ideen zusammen und schafft Verbindungen, die allein oft nicht entstanden wären.“
Für Maack ist klar: Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam meistern. „Allein kommt man irgendwann nicht mehr weiter. Wir müssen Kräfte bündeln – das gilt für Städte genauso wie für Unternehmen.“ Das Jubiläum der Süderelbe AG sei deshalb nicht nur ein Rückblick, sondern ein Signal für kommende Jahre. „Wir wollen, dass Unternehmen hier wachsen können – in einer Region, die stark ist, weil sie länderübergreifend auf Augenhöhe zusammenarbeitet.“

Das Team der Wirtschaftsförderung Buxtehude (von links): Sarah Rönner, Lisa Rutkowski, Kirsten Böhling, Sabrina Neuwerk, Kerstin Maack und Melanie Mierau. Foto: Wifö Buxtehude












