Wirtschaftliche Attraktivität und Lebensqualität: Wer hier wohnt und arbeitet, hat die Heide, die Elbe, den Obstbau im Alten Land und die Hamburger City mit Kultur und Sport direkt vor der Haustür. VON RAINER THUMANN
Ein Region mit vielen Stärken
Wer von Hamburg aus den Blick über die Elbe wirft, dem öffnet sich eine Region, die auf den ersten Blick ländlich wirkt, auf den zweiten aber erstaunlich viel Kraft und Zukunft hat: die Süderelbe-Region. Sie liegt genau zwischen dem urbanen Puls Hamburgs, der Landschaft des Alten Landes mit dem Obstbau, der Elbe sowie der sandigen Heide – und vereint damit unterschiedlichste Welten, die sich gegenseitig wunderbar ergänzen.
Infrastruktur und Arbeitsplätze
Wer hier lebt oder arbeitet - und das sind rund 800.000 Menschen - profitiert zunächst von einer hervorragenden Infrastruktur. Die Millionenstadt Hamburg ist gleich um die Ecke, die Technische Universität in Harburg lockt Studierende aus aller Welt, im Alten Land wachsen nicht nur Äpfel, sondern auch Ideen für nachhaltige Landwirtschaft und die Geest als Kornkammer und Spargelrefugium sorgt für regionale Ernährung.
Rund 25.000 Unternehmen bieten mehr als einer Viertelmillion Beschäftigten zukunftssichere Arbeitsplätze. In der Luftfahrtindustrie mit Airbus oder in der Hafenlogistik bis hin zu Medizintechnik, Fahrzeugbau oder Spezialchemie. Moderne Forschungseinrichtungen, auch sogenannte „Hidden Champions“ und kleine Betriebe liegen hier oft nur wenige Kilometer auseinander.
Auch die Mobilität zeigt, warum diese Region so attraktiv für die Menschen ist. Mit der S-Bahn im HVV, der Deutschen Bahn und dem Metronom gelangen täglich Tausende Pendler oder Fahrgäste in kurzer Zeit von Stade, Buxtehude oder Lüneburg direkt zum Hauptbahnhof und auch weiter zum Flughafen in Fuhlsbüttel. Die weltweit erste Wasserstoffzug-Flotte im dauerhaften Linienbetrieb der evb fährt leise, sauber und klimafreundlich über die Geest.
Wer doch auf das Auto angewiesen ist, kommt über die A1, A7 oder die neue A26 schnell in alle Richtungen – Nordsee, Bremen oder Lüneburger Heide. Und wer es entspannter oder sportlich mag, nimmt das Rad am Elbdeich entlang oder setzt mit einer der Fähren über – mit „kleiner Kreuzfahrt“ durch den Hafen von Finkenwerder zu den Landungsbrücken.
Neubaugebiete südlich der Elbe
Besonders spannend wird es beim Wohnen. In Hamburg explodieren die Preise – südlich der Elbe finden Interessierte in zahlreichen Neubaugebieten, plus passender Infrastruktur wie Schulen und Kitas, dagegen noch Häuser mit Garten oder attraktive Wohnungen. Moderne Neubauten entstehen in Harburg, wo die alte Hafenkulisse gerade ein völlig neues Gesicht bekommt. Junge Familien, die in der Metropolregion arbeiten, schätzen genau diese Kombination: kurze Wege in die Großstadt und zugleich mehr Platz fürs Geld.
In der Freizeit lockt ein breites Angebot an kulturellen Highlights und sportlichen Events. Jedes Wochenende Fußball-Bundesliga auf St. Pauli oder beim nach sieben Jahren wieder erstklassigen HSV. Die Veolia Towers spielen in Wilhelmsburg hochkarätigen Basketball und die Handball-Damen des Buxtehuder SV bekamen eine 28 Millionen Euro teure neue Spielstätte für ihre Erstliga-Heimspiele. Cyclassics und Marathon durch die Region ergänzen das reichhaltige Programm. Vielleicht kommen sogar die Olympischen Spiele 2036 oder 2040 in die Region. Hamburg will sich dafür bewerben. Das ist Zukunftsmusik.
Fernsehreife Landschaft
Nirgendwo sonst in Norddeutschland ist der Apfel, aber auch die Kirschen, so zu Hause wie hier. Im Alten Land prägen endlose Plantagen die Landschaft und im Frühjahr verwandelt die Obstblüte die Gegend in ein Meer aus Weiß und Rosa. Das lockt Touristen in die Region. Ein TV-Mehrteiler des ZDF sowie eine Tatort-Folge aus Jork verstärken das Standort-Marketing. Ähnliches gilt für Lüneburg und die ARD-Serie „Rote Rosen“, für den Gemüseanbau und die Direktvermarktung. Hofläden, Wochenmärkte und kleine Cafés bieten Produkte direkt von den Feldern, oft frisch geerntet am selben Tag. Das sorgt nicht nur für Genuss, sondern auch für eine besondere Verbundenheit mit der Region.
So zeigt sich die Süderelbe-Region als Ort, der Gegensätze ausbalanciert: wirtschaftlich stark und zugleich naturnah, bestens angebunden und doch entschleunigt, modern und gleichzeitig traditionsbewusst. Wer hier lebt, merkt schnell, dass eine Entscheidung zwischen Stadt und Land notwendig ist – wer will, bekommt beides.
Studium im Süderelbe-Raum
• Leuphana Universität Lüneburg: Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung, Kultur, Management und Technologie, Nachhaltigkeit und Staatswissenschaften. Die Universität zählt knapp 10.000 Studenten.
• Die Technische Universität Hamburg ist bekannt für die hervorragende Ausbildung in Ingenieursberufen. Sie hat rund 7.800 Studierende.
• Die Hochschule 21 in Buxtehude mit 1.030 Studierenden bietet mit 50 Prozent Praxisanteil eine Alternative zum rein akademischen Studium für den Elbe-Weser-Raum und die Metropolregion Hamburg. Die Fachbereiche umfassen Bauwesen und Technik sowie Gesundheit.
• Die PFH Hansecampus Stade hat Platz für 140 Studierende, in den Feldern BWL, Psychologie und Technik.


