Impulse aus dem Reallabor
Seit 2019 ist Viebrockhaus Aktionär der Süderelbe AG. Personalchef Wolfgang Werner erklärt, wie das Bauunternehmen vom Netzwerk profitiert.

Wolfgang Werner, CHRO von Viebrockhaus. Foto: Viebrockhaus
Die Bauwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Steigende Kosten, strengere Energieeffizienzvorgaben und politische Unsicherheiten erschweren den Eigenheimbau. Hinzu kommt der anhaltende Fachkräftemangel. Auch ein traditionsreiches Unternehmen wie die Viebrockhaus AG bleibt davon nicht unberührt. „Unsere Branche ist an vielen Stellen gleichzeitig gefordert“, sagt Wolfgang Werner, Chief Human Resources Officer bei Viebrockhaus. „Umso wichtiger ist der Austausch in Netzwerken.“
2019 trat Viebrockhaus der Süderelbe AG bei, aus Anlass des Projekts #besserhier, das Fachkräfte für die Region gewinnen sollte. „Das hat uns sofort überzeugt“, erinnert sich Werner. „Fachkräftesicherung ist eine unserer zentralen Aufgaben, denn wir brauchen gute Leute.“ Für das Unternehmen Viebrockhaus, das seit Jahrzehnten auf massives Bauen setzt, bleibt Qualität oberstes Prinzip. „Wer einmal im Leben baut, darf nicht nur auf den Preis schauen. Gerade wer wenig hat, kann es sich am wenigsten leisten, am falschen Ende zu sparen“, betont Wolfgang Werner. Mit einer zehnjährigen Garantie, höchsten Energiestandards, Festpreisen und einer garantierten Bauzeit setzt das Unternehmen bewusst ein Zeichen.
Gleichzeitig treibt Viebrockhaus Innovationen voran. In Hollenstedt entstand das erste Power Townhouse – ein Hauskonzept, bei dem die Wohneinheiten nebeneinander statt übereinander liegen. So hat jede Bewohnerin und jeder Bewohner eine eigene Haustür und einen Garten. Gedacht ist das Modell insbesondere auch für systemrelevante Berufsgruppen. „Das Konzept kommt durch die mögliche Förderung bei Kommunen hervorragend an. Solche Ideen sind unsere Antwort auf steigende Baukosten und den Wunsch nach nachhaltigem Wohnen“, so Werner.
Auch das Thema betriebliche Mobilität rückt in Kooperation mit der Süderelbe AG stärker in den Fokus. „Da unser Hauptsitz in Harsefeld nicht ganz so zentral südlich der Elbe liegt, profitieren wir enorm vom Austausch über nachhaltige Mobilitätskonzepte für unsere Mitarbeitenden“, sagt Wolfgang Werner. „Das Reallabor der Süderelbe AG hat hier wichtige Impulse geliefert.“
Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Wolfgang Werner optimistisch: „Die Energiewende wird unsere Branche radikal verändern. Schon heute denken wir Materialien und deren Wiederverwendung neu, entwickeln Gebäude klimaschonend und behalten dabei Kosten und Qualität im Blick.“ Netzwerke wie die Süderelbe AG seien dabei unverzichtbar, gerade bei der Vertretung unternehmerischer Interessen in Politik und Verwaltung: „Allein kommt man nicht weiter. Aber gemeinsam können wir die Region so gestalten, dass sie auch in Zukunft lebenswert bleibt.“
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