Süderelbe9 Gina Kühn
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Motor der gesamten Region

Wie der Landkreis Stade seit Anbeginn von der Süderelbe AG profitiert – und welche Themen der Landkreis in Zukunft gemeinsam mit dem Netzwerk anpacken möchte.

Der Landkreis Stade ist ein starker Motor für den gesamten Süderelbe-Raum, sagt Landrat Kai Seefried. „Mit der Süderelbe AG bündeln wir unsere Kräfte – und das über die Grenzen der Bundesländer Niedersachsen und Hamburg hinweg. Davon profitieren alle Partnerinnen und Partner.“ Er erlebe die Zusammenarbeit in den Gremien und Netzwerken der Süderelbe AG als außerordentlich konstruktiv und gewinnbringend, sagt der Chef der Stader Kreisverwaltung. „Verantwortliche aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bringen ganz unterschiedliche Perspektiven ein – das ist die große Stärke der Kooperation. Doch alle eint ein Ziel: Sie möchten die Süderelbe-Region voranbringen.“

Von Anfang an mit dabei

Vor gut 20 Jahren hat der Landkreis Stade mit seinen Nachbarlandkreisen Harburg und Lüneburg sowie der Stadt Lüneburg und dem Hamburger Stadtbezirk Harburg unter dem Titel „Süderelbe – Zukunft entsteht“ ein ambitioniertes Wirtschaftsförderungsprojekt zur weiteren Stärkung des gemeinsamen Wirtschaftsraums gestartet. Die Süderelbe AG ist ein zentraler Ansprechpartner für Unternehmen, Investoren und Kommunen in der südlichen Metropolregion Hamburg. In Zusammenarbeit mit den lokalen Wirtschaftsförderungen unterstützt und berät die Süderelbe AG Unternehmen und Investoren bei der Ansiedlung und fördert mit zahlreichen Projekten das wirtschaftliche Wachstum der Region. Die Schwerpunkte der Arbeit der Süderelbe AG liegen in den Clustern Logistik und Hafen, Ernährungswirtschaft, Luftfahrt und Maritime Wirtschaft. „Dieses Konzept hat sich bewährt“, sagt Seefried. „Deshalb gratuliere ich der Süderelbe AG von ganzem Herzen sowie im Namen von Kreistag und Kreisverwaltung zu diesem runden Geburtstag.“

Stets die Zukunft im Blick

Gemeinsam mit den Landkreisen Harburg, Lüneburg und der Süderelbe AG erarbeitet der Landkreis Stade ein Zukunftskonzept im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsregion Süderelbe“. Zum Auftakt gab es eine Online-Befragung der Bürgerinnen und Bürger, jetzt werden konkrete Projekte bearbeitet. Das Land Niedersachsen hat ein Förderprogramm für Zukunftsregionen aufgestellt, bei dem sich jeweils mehrere Landkreise zusammenfinden, um gemeinsam eine Zukunftsregion zu bilden. „Ich freue mich, dass wir uns als Zukunftsregion zusammen mit unseren Nachbarlandkreisen den Fragestellungen der kommenden Jahrzehnte stellen – etwa in den Bereichen Arbeitswelt, Digitalisierung und Klimawandel. Gemeinsam werden wir den Herausforderungen begegnen und die Chancen nutzen, die der Wandel mit sich bringt“, sagt Seefried.

Wichtig ist ihm dabei, die Wirtschafts- und Sozialpartner mit im Boot zu haben. Ein besonderer Fokus liegt zudem im Bereich der Innovationsförderung. Der Titel des mit bis zu sechs Millionen Euro an Fördermitteln budgetierten Projektes lautet „Die Region als Open Creative & Innovative Space“. Ziel ist der Aufbau und die Entwicklung von Kreativ- und Innovationslaboren (Open Creative- und Innovative Labs wie offene Werkstätten, Coworking-Spaces oder Startup-Einrichtungen). „Diese Projekte bieten die einzigartige Chance, in Stade ganz neue Angebote für Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und in Buxtehude ein neues Kapitel für die Hochschule 21 aufzuschlagen und dort die Idee eines richtigen Campus‘ umzusetzen“, sagt Seefried.

Dem Fachkräftemangel begegnen

Bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Stade ist das Projektbüro des Fachkräftebündnisses Elbe-Weser angesiedelt. Das 2015 gegründete Bündnis mit 17 Partnern aus fünf Landkreisen engagiert sich dafür, dass dauerhaft qualifizierte Arbeitskräfte im Elbe-Weser-Raum die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und den Arbeitsmarkt stärken. Mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds und Landesmitteln werden Projekte zur Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften gefördert. Ein wichtiges Projekt, das in diesem Rahmen unterstützt wird, ist das Projekt „#besserhier: Leben und Arbeiten in der Metropolregion Hamburg“. Träger des Projektes ist die Süderelbe AG. Ziel ist es, Fachkräfte für die Unternehmen der Region zu gewinnen. Um dies zu erreichen, soll die wirtschaftliche Attraktivität der Landkreise Stade, Harburg und Cuxhaven stärker vermarktet werden. Ein zentraler Baustein ist neben den Social-Media-Aktivitäten die Internetseite www.besserhier.de.

Infrastruktur als Standortfaktor

Erstmals haben Hamburg und Niedersachsen gemeinsam mit den Süderelbe-Landkreisen Harburg, Lüneburg und Stade im vergangenen Jahr eine länderübergreifende Initiative zur Förderung der nachhaltigen Mobilitätsentwicklung in der Süderelbe-Region gestartet. Die „Mobilitätsallianz für die Süderelbe-Region“ wurde auf Initiative der Süderelbe AG ins Leben gerufen. Die Allianz soll unter dem Leitbild einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Mobilität agieren, sowie bestehende Herausforderungen im Verkehrsbereich länderübergreifend adressieren und Lösungsansätze schaffen. Die Süderelbe-Region ist mit knapp 25.000 Unternehmen und 312.000 Arbeitsplätzen wirtschaftlich stark. Der Ausbau der Infrastruktur soll diese Leistungsfähigkeit sichern und ausbauen.

Die Allianz ist sich der aktuellen und langfristigen Herausforderungen, wie täglichen Pendlerverkehren, steigenden Mobilitätsbedürfnissen, Kapazitätsengpässen im Schienenverkehr und einer ausbaufähigen Radinfrastruktur, bewusst. Die Mobilitätsallianz setzt auf die Schaffung einer zukunftsfähigen Infrastruktur und entsprechender Mobilitätsangebote, um die wirtschaftlichen Erfolge dauerhaft aufrechtzuerhalten. Für den Landkreis Stade sind dabei nicht zuletzt der Weiterbau der Autobahn 26 sowie der Bau der Autobahn 20 mit Elbquerung bei Drochtersen entscheidende Wegmarken.

Betriebliche Mobilität im Fokus

Grenzen – seien sie kommunaler oder infrastruktureller Natur – zu überwinden, war bereits das Ziel des Leitprojekts „Mobilitätsmanagement“ in der Metropolregion Hamburg. Ob auf dem Schulweg, zur Arbeit oder in ländlichen Regionen – es braucht vielfältige Ansätze, um die Pkw-Nutzung zu reduzieren und umweltfreundliche Alternativen zu fördern. Die Süderelbe AG betreute eines von vier Reallaboren dieses Leitprojekts. Gemeinsam mit der Stadt Neumünster und dem Landkreis Stade wurde die Mobilität in Betrieben untersucht: Wie können Unternehmen nachhaltige Verkehrsangebote für ihre Beschäftigten schaffen? Antworten haben die Feldbinder Spezialfahrzeugwerke GmbH, die Viebrockhaus AG, die Raisa eG und die Gesundheitsholding Lüneburg GmbH – allesamt Aktionäre der Süderelbe AG – gegeben.

www.landkreis-stade.de

Der Landkreis Stade als Kraftzentrum

„Der Landkreis Stade ist ein ökonomisches Kraftzentrum“, betont Landrat Kai Seefried. „Die wirtschaftliche Stärke der Region, die immer wieder auch mit herausragenden Persönlichkeiten und neuen technischen Errungenschaften verbunden ist, wird auch durch die Zusammenarbeit auf Ebene der Süderelbe-AG gefördert.“

Im Landkreis Stade kämen die perfekten Bedingungen für einen starken Wirtschaftsstandort zusammen: Einerseits die hohe Kompetenz und hoch qualifizierte Fachkräfte in Industrie, Mittelstand und der Land- und Ernährungswirtschaft mit nationalen wie internationalen Marktführern. Dazu Wissenschaft, Forschung und Bildung – und nicht zuletzt die Lage am seeschifftiefen Fahrwasser der Elbe mit einem der leistungsstärksten Häfen in Niedersachsen. „Nicht erst mit dem gerade fertiggestellten neuen Energiehafen und dem Baubeginn des ersten landseitigen Flüssiggasterminals in Deutschland sind wir die Energiedrehscheibe im Norden“, sagt Seefried.

Der Ausbau der Autobahnen, die Planung eines neuen Wasserstoffkernnetzes und die gute Lage in der Metropolregion Hamburg seien Beispiele für die Zukunftsfähigkeit der Region. Mitten im Transformationsprozess befindet sich der Chemiestandort Stade, der rund 10.000 Arbeitsplätze sichert. „Derzeit erleben wir ein so selten dagewesenes Interesse neuer Unternehmen an einer Ansiedlung. Dies alles unterstreicht: Hier bei uns werden die Zukunftsthemen Deutschlands entwickelt“, resümiert der Landrat.