Sie schaffen Räume

Iken Design macht Marken im Raum sichtbar. Die Gründer Lilian und Nicolas Schrader zeigen, warum Arbeitswelten mehr sind als Kulisse – und wie daraus Wettbewerbsvorteile entstehen.

Ein Kickertisch im Pausenraum und ein Obstkorb in der Küche – lange galten solche Extras als Zeichen moderner Unternehmenskultur. Heute reicht das nicht mehr, um Mitarbeitende zu gewinnen. Es geht um weit mehr: Arbeitswelten, die Identität stiften, Produktivität ermöglichen und Kultur sichtbar machen. Genau hier setzen Lilian und Nicolas Schrader an.

2018 gründeten die beiden im Alten Land ihr Unternehmen Iken Design. Nicolas, Diplom-Designer, bringt Erfahrung aus Messebau und Markeninszenierung ein. Lilian, Wirtschaftsfachwirtin mit journalistischem Hintergrund, verantwortet die betriebswirtschaftliche Leitung. Gemeinsam führen sie ein neunköpfiges Team – bewusst ohne starre Hierarchien. „Wir wollten ein Umfeld schaffen, in dem sich Menschen einbringen können. Das gilt für unsere Mitarbeitenden genauso wie für unsere Kunden“, sagt Lilian Schrader. Ihr Angebot: Corporate Design im Raum. Iken Design überträgt Markenidentität in die Arbeitswelt. Akustikoptimierung und Lichtplanung gehören ebenso dazu wie die Gestaltung von Rückzugsorten und Projekträumen. „Lärm und Beleuchtung beeinflussen direkt, wie zufrieden und leistungsfähig Menschen sind“, erklärt Lilian Schrader.

Auszeichnung für Therapiezentrum

Die Nachfrage nach dieser Dienstleistung wächst – denn viele Unternehmen stehen vor Umbrüchen: Hybridarbeit, Fusionen, neue Strukturen. „Ein Büro nach Trendbildern umzustellen, reicht nicht. Räume müssen die Arbeitsweisen unterstützen“, betont Schrader. Richtig geplant, können sie sogar die Präsenzkultur stärken: „Wenn Zusammenarbeit vor Ort besser klappt als im Videocall, kommen die Leute gern.“ Dass der Ansatz funktioniert, zeigen deutschlandweite Projekte – und Auszeichnungen, wie etwa für die Gestaltung eines Trauma-Therapiezentrums in Eppendorf.

Doch die Gründer wollen mehr: regionale Verwurzelung. Seit Kurzem ist das Unternehmen deshalb Aktionär der Süderelbe AG. „Wir fühlen uns hier zu Hause. Das Netzwerk eröffnet uns neue Branchenkontakte und Synergien“, sagt Schrader. Für die Gründer ist klar: Räume sind längst nicht mehr Nebensache, sondern ein strategisches Werkzeug im Wettbewerb. Und genau darin sehen sie ihre Rolle im Netzwerk. „Gemeinsames Wachstum gelingt nur, wenn man Räume dafür schafft – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.“ 

www.iken-design.com

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Die beiden Firmengründer Nicolas und Lilian Schrader gewannen für ihre Arbeiten den German Design Award.