Viel Licht, aber auch Schatten

Anlässlich ihres Geburtstages beauftragte die Süderelbe AG die Prognos AG mit einer Sonderauswertung ihres renommierten Zukunftsatlas. Der Blick auf die Region zeigt Stärken auf, offenbart aber auch Nachholbedarf.

Wo kann die Süderelbe-Region punkten? Und wo muss sie noch einmal kräftig ins Trainingslager? Die Zahlen von Prognos zeigen: Beim BIP ist im Vergleich zum Bund noch Luft nach oben (108.949 Euro zu 112.550 Euro). Auch Niedersachen liegt weiter vorn als die Region (109.358). Schaut man auf die jüngste Entwicklung dieser Kennzahl sieht es hingegen schon sehr viel besser aus: Mit 28,2 Prozent Wachstum schlägt die Region hier nicht nur den Bundesdurchschnitt (18,7 Prozent), sondern auch Hamburg (27,2 Prozent) und Niedersachsen (18,1 Prozent).

Doch der Blick in die Zukunft bereitet zumindest teilweise Sorgen: So liegt die indexierte Gründungsintensität bei nur 90,3 Punkten. Hamburg trumpft hier mit 140,3 Punkten auf. Und auch die Investitionsquote zeigt, dass die Region dringend handeln muss: Mit 6,2 Prozent liegt der Süderelbe-Raum klar hinter dem Schnitt in Deutschland und Niedersachsen (7,9 bzw. 8,0 Prozent).

In Summe sieht Prognos noch eine Reihe weiterer Stärken und Schwächen. Hier ein Auszug.

Stärken:

• Der Arbeitsmarkt ist in der gesamten Region stabil. Das Beschäftigungsniveau steigt kontinuierlich.

• Starker Ausbau der erneuerbaren Energien leistet Beitrag zur Versorgungssicherheit.

• Die Gehälter in der Region sind gut, entsprechend hoch ist die Kaufkraft der Einwohner.

Schwächen:

• Der Anteil der Beschäftigten in Zukunftsbranchen ist durchschnittlich, ebenso der Anteil der hochqualifizierten Beschäftigten.

• Erreichbarkeit: Die Region ist in vielen Teilen sehr ländlich geprägt. Ausnahme: Landkreis Harburg.

• Hohe Schuldenlast schränkt kommunale Handlungsfähigkeit deutlich ein.